iqpr - Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation

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Arbeit, Assessment, Chancengleichheit, Partizipation, Prävention, Qualität, Rehabilitation

Der Stellenwert der Eventvideografie

Bisher hatte der Veranlasser bzw. Empfänger der FCE-Befunde kaum Möglichkeiten die Beanspruchungsreaktionen selbst in Augenschein zu nehmen. Er war in der Regel darauf angewiesen, dass der FCE-Anwender die Beobachtung in schriftlicher Form an ihn weiterleitet. Eine ergänzende Videografierung war sowohl hinsichtlich der Produktion beim FCE-Anwender als auch hinsichtlich der Rezeption beim Empfänger/Gutachter zu aufwendig.

Die neu entwickelte Eventvideografierung ändert dies. Mit Hilfe des Event-Videografierungs-Systems (EVS) ist es möglich, relevante Ereignisse bzw. Beanspruchungsreaktionen gezielt zu videografieren und bereits während des Untersuchungsvorgangs mit Beschreibungsmerkmalen zu versehen. Die bisher erforderliche Nachbearbeitung des Videomaterials (z. B. bzw. Auswahl und Schnitt) bzw. der Texte ist mit EVS sehr stark reduziert und erübrigt sich mitunter ganz.

Der Veranlasser bzw. Empfänger der FCE-Befunde erhält einen kurzen und strukturierten Beobachtungsbericht auf DVD. Die textlichen Kurzbeschreibungen relevanter Ereignisse sind mit entsprechendem Videomaterial belegt. Diese 20 oder 30-Sekunden-Videos können aus dem Beschreibungstext heraus gestartet und auf dem PC ad hoc abgespielt werden. Es handelt sich in der Regel um zwei synchronisierte Aufnahmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln – siehe Abbildung unten. Die DVD enthält darüber hinaus auch die Aufnahme der gesamten FCE-Untersuchung. Damit hat der Gutachter in besonderen Zweifelsfällen die Möglichkeit, weitere Untersuchungspassagen zu betrachten. Künftig werden die Videos – neben der visuell direkt zugänglichen Beanspruchungsreaktion – außerdem bewegungssynchron physiologische Parameter – z. B. die Herzfrequenzen zeigen.

Die Videoaufnahme eines Probanden aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Der Proband hebt am ERGOS-Gerät einen schweren Kasten.

FCE-Anbieter, die diese Technologie nutzen, haben nun die Möglichkeit, sich auf die Bereitstellung aktivitätsdiagnostischer Befunde zu beschränken und die eigentliche Beurteilung weitgehend dem Veranlasser bzw. Empfänger der FCE-Befunde zu überlassen. Der medizinische Gutachter hat mit dieser Technologie die Möglichkeit, seine Beurteilung aktivitätsdiagnostisch zu belegen und damit nachvollziehbarer zu machen.

Ansprechpartner:

Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH
an der Deutschen Sporthochschule Köln
Nadine Nutt
Rehabilitationswissenschaftlerin
Eupener Str. 70, 50933 Köln
Tel.: 0221/277599-15
Fax: 0221/277599-10
Mail: nutt@iqpr.de